Bildungs- und Erziehungsprojekte

Bildung schafft die Grundlage für ein eigenständiges, besseres Leben! Über 60 Millionen Kinder weltweit haben jedoch bis heute keine Chance, eine Grundschule zu besuchen (vgl. UNESCO-Weltbildungsbericht 2012). Die Gründe hierfür sind vielfältig: Entweder sind die Familien zu arm, um ihren Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen oder die Schulen sind überfüllt oder zu weit entfernt. Häufig müssen Kinder arbeiten, um das Überleben der Familie zu sichern - so bleibt keine Zeit für den Besuch einer Schule.

Das Missionswerk engagiert sich für Erziehungs- und Bildungsprojekte, um insbesondere armen und benachteiligten Kindern die Chance auf ein besseres Leben zu ermöglichen - eine Investition, die sich lohnt!

Schulbau in „Mile 91“

Die Geschichte der Schule in „Mile 91“, einer Stadt im Norden Sierra Leones, genau 91 Meilen von der Hauptstadt Freetown entfernt, begann am 16. Juni 2006: Mitglieder der Neuapostolischen Gemeinde äußerten während einer Zusammenkunft den Wunsch, für ihre und weitere Kinder im Umkreis einen Kindergarten und eine Grundschule zu errichten. Bereits im Oktober desselben Jahres wurden 48 Kinder als Schülerinnen und Schüler der „Mile 91 School“ registriert; deren Anzahl stieg innerhalb kürzester Zeit auf 325 Kinder, die von neun ehrenamtlich tätigen Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet wurden. Der Unterricht fand in behelfsmäßig ausgestatteten Hütten statt – eine Notlösung aufgrund fehlender Mittel für den Bau eines Schulgebäudes.
Dank der Unterstützung durch die Jörg-Wolff-Stiftung konnte nun ein Schulgebäude mit insgesamt sechs Klassenzimmern errichtet werden, das den Schülerinnen und Schülern ein adäquates Lernumfeld bietet. Im Dezember 2013 fand eine feierliche Einweihung des Schulgebäudes statt.

 
 

Ein weiterer Klassenraum für die Dorfschule in Benkia

Die alte Schule in Benkia, einem Dorf im Westen Sierra Leones, die aus Lehm gebaut und in Teilbereichen zum Einsturz neigte, bestand bisher aus nur zwei Klassenräumen. Diese waren staubig, dunkel und ohne ausreichende Belüftung. Fast unvorstellbar, dass dort Jungen und Mädchen aus Benkia und den umliegenden Dörfern unterrichtet wurden.

Zur Verbesserung der Situation begann unsere Partnerorganisation, der Verein „Hilfe für Lokomassama“, bereits 2011 mit dem Bau von zwei neuen Klassenräumen; im Februar 2013 folgte der Bau eines weiteren Klassenraumes.

Um das Platzangebot für die derzeit rund 230 Schülerinnen und Schüler weiter zu verbessern, finanzierte das Missionswerk den Bau eines vierten Klassenzimmers, dessen Einweihung am 9. Mai 2013 gefeiert wurde.

„Beim Bau der Gesundheitsstation in Benkia (Fertigstellung im Februar 2009, finanziert vom Missionswerk) hatte das gesamte Dorf, Jung und Alt, und auch die Lehrer mit den Schulkindern während der gesamten Bauzeit lobenswerte Zuarbeit geleistet. Wir wollten diese nicht alltägliche Einstellung belohnen und möglicherweise Anreize für andere Dörfer geben“, erläutert Manfred Stede, der zuständige Projektleiter, die Beweggründe für den Bau der Klassenräume.

 
 

Schöne Aussichten für Adaklu Dzakpo

In Zusammenarbeit mit unserer Partnerorganisation „Madamfo Ghana“ konnte im Mai 2013 in Adaklu Dzakpo, einem kleinen Dorf im Südosten Ghanas, ein Kindergarten fertiggestellt werden. Die Kosten für den Bau in Höhe von rund 20.000 Euro übernahm das Missionswerk.

Zuvor mussten die Kinder im Freien oder in einer behelfsmäßigen Hütte mit Wellblechdach unterrichtet werden; bei Regen war dies nicht möglich. Künftig kann der Unterricht, unabhängig von den Witterungsverhältnissen, stattfinden.

Mit dem Bau des Kindergartens – hierbei handelt es sich um zwei Klassenzimmer, ein Lehrerbüro sowie einen Lagerraum für Spiel- und Lernmaterialien – hatten die Dorfbewohner bereits im September 2012 begonnen. Unsere Bildergalerie zeigt die einzelnen Baufortschritte sowie Eindrücke der Einweihungszeremonie, die im Mai 2013 stattfand.

Ein Kindergarten für Kinder in Ghana

Die Freude in Brodi ist groß: Der Kindergarten, der vom Missionswerk finanziert und in Kooperation mit der Hilfsorganisation „Madamfo Ghana e.V.“ gebaut wurde, ist fertig. Bereits im Januar 2011 übergab Bezirksapostel Michael Ehrich, Erster Vorsitzender des Missionswerks, eine Spende in Höhe von 20.000 Euro an die Vorsitzende von „Madamfo Ghana“, Bettina Landgrafe (Bericht auf der Internetseite der Gebietskirche Süddeutschland). Die Hilfsorganisation begann sofort mit dem Bau des Kindergartens, der im August 2011 fertiggestellt wurde. Der in Ghana tätige Apostel Ben Nketiah weihte das Haus, gemeinsam mit Bettina Landgrafe, ein. Wie in Ghana üblich, fand eine traditionelle Einweihungszeremonie statt, an der die Dorfbewohner sowie weitere Personen des öffentlichen Lebens teilnahmen.

Das Dorf Brodi liegt in der Brong Ahafo Region im Westen Ghanas und hat ca. 15.000 Einwohner, darunter über 70 Kinder im Kindergartenalter. Einen Kindergarten gab es bisher nicht. Weil die Eltern arbeiten mussten, blieben die Kinder häufig sich selbst überlassen oder mussten von ihren älteren Geschwistern gehütet werden, die dann nicht in die Schule gehen konnten. Oder die Kleinen kamen zum Kindergarten in einer Hütte oder im Freien zusammen. Bei Regen oder großer Hitze musste der Kindergarten ausfallen – aufgrund der Witterungsverhältnisse in Ghana kein seltener Fall.
Doch damit ist jetzt Schluss. Im nun fertiggestellten Kindergarten kann für die 72 kleinen Mädchen und Jungen ein geordneter Unterricht stattfinden.
Die Kindergarten- und Grundschulbildung ist, besonders für die dort lebenden Mädchen, enorm wichtig. Grundlegende Fähigkeiten wie Schreiben, Lesen und Rechnen können erworben, die Grundlagen für den Besuch einer weiterführenden Schule und somit die Chance auf ein selbstständiges Leben geschaffen werden.

 

Schulbildung für Kinder in Sambia gesichert

Das "Orphans and vulnerable children-Schulprogramm" der Hilfsorganisation CHAZ (Vereinigung christlicher Kirchen in Sambia) und der Henwood Foundation (Hilfsorganisation der Neuapostolischen Kirche in Sambia) ermöglicht insgesamt 1.700 Waisen und bedürftigen Kindern in Sambia eine schulische Ausbildung. Alle mit dem Schulbesuch verbundenen Ausgaben – wie zum Beispiel Schul- und Prüfungsgebühren, Kosten für Schuluniformen und Schulbücher – werden übernommen. Dadurch haben auch mittellose Kinder durch dieses Projekt die Chance, eine Schule zu besuchen und damit eine bessere Zukunftsperspektive.

700 der im Hilfsprogramm aufgenommenen Kinder müssen jedoch um die Weiterführung ihrer Schulbildung fürchten, da die derzeit zur Verfügung stehenden Mittel nicht mehr ausreichen, um die Kosten für alle Kinder zu begleichen. Unser Kooperationspartner, NAK-karitativ, hat daher um Unterstützung für diese Kinder gebeten.

Damit die Kinder in Sambia ihre Schulausbildung fortsetzen können, hat das Missionswerk eine Soforthilfe in Höhe von 40.000 Euro bereitgestellt.

10.000 Euro für das Kinderhilfswerk "burundikids e.V."

Bezirksapostel Michael Ehrich, Leiter der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland und Erster Vorsitzender des Missionswerks, übergab am 1. Dezember 2010 eine Spende in Höhe von 10.000 Euro an Anne Ziser, Leiterin der Karlsruher Arbeitsgruppe des Kinderhilfswerks "burundikids". Durch einen Zeitungsartikel über deren Sohn, Philipp Ziser, der seit einigen Jahren als Entwicklungshelfer vor Ort für die Hilfsorganisation arbeitet, wurde Bezirksapostel Ehrich auf das Kinderhilfswerk aufmerksam.

Burundikids engagiert sich im ostafrikanischen Land Burundi, welches laut Welthunger-Index zu den ärmsten Ländern der Welt zählt, insbesondere für Straßen- und Waisenkinder. So wurden dort bereits ein Straßenkinderheim, ein Waisenheim sowie ein Schulzentrum gebaut. Die Spende des Missionswerks wird für den Weiterbau einer Schule in Bujumbura sowie den Ausbau der Klassenzimmer verwendet.

"Die Freude kennt keine Grenzen – und spannt sich von Köln über Karlsruhe bis nach Bujumbura", so Philipp Ziser, der seit Oktober 2010 wieder in Burundi ist.

Ein Schulbus für Kinder in Bolivien

"Ihre Spende in Höhe von 35.000 Euro haben wir in unser Kinderdorf Casa Padre Wasson weitergeleitet, wo schon alle Kinder gespannt darauf warten, bis der bereits bestellte neue Schulbus ankommt" - so der Dank der christlichen Kinderhilfsorganisation "Unsere kleinen Brüder und Schwestern e.V.", die am 15. November 2010 eine Spende in Höhe von 35.000 Euro erhielt. Die Hilfsorganisation mit Hauptsitz in Karlsruhe unterhält unter anderem in Bolivien ein Kinderheim, das derzeit von 82 Kindern besucht wird. Zum Schulbesuch in Portachuelo müssen die Schulkinder rund 20 km zurücklegen. Ein derzeit vorhandener Schulbus bietet lediglich Platz für 25 Kinder, sodass die Anschaffung eines zweiten Busses notwendig wurde.