Bisherige Förderschwerpunkte

2015: Flüchtlingshilfe, Berufsvorbereitung von Jugendlichen mit Lernbehinderungen

2013 und 2014: Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit Lernbehinderungen

2012: Fördervereine an Förderschulen

2011: Hilfe bei Demenz

2010ff: Essensangebot für Bedürftige

2009: WEISSER RING – Hilfe für Kriminalitätsopfer

2008: Telefonseelsorge

2007: Einrichtungen für misshandelte Frauen und Kinder

2006: Alleinerziehende Mütter und Väter - Tageseltern

2005: Alleinerziehende Mütter und Väter  - Tageseltern

2004: Offene Jugendarbeit

2003: Integration psychisch kranker Menschen

2002: Familienunterstützende Maßnahmen - Adoptionshilfe

2001: Freiwilligenjahr

2000: Hilfe für körperlich, geistig und seelisch Behinderte

1999: Seniorenhilfe - Suchtprophylaxe

1998: Weihnachtsaktionen der Tageszeitungen        

Förderschwerpunkt im Jahr 2016: Hilfe für Kinder psychisch erkrankter Eltern

Kinder von psychisch erkrankten Eltern sind in ihrem Alltag vielen Belastungen ausgesetzt. Neben der Auseinandersetzung mit der Symptomatik der Erkrankung ihrer Eltern müssen sie oft schon viel zu früh Verantwortung und Rollen übernehmen, denen sie meist nicht gewachsen sind. Die Auswirkungen solcher Überforderungen sind oft Jahre später zu beobachten. Ein weitreichend ausgebautes Hilfsangebot für solche Kinder fehlt leider, was zu einem überwiegenden Teil an den vorliegenden Finanzierungslücken geeigneter therapeutischer und pädagogischer Projekte begründet ist.

Das Missionswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland wird daher im Jahr 2016 schwerpunktmäßig Projekte unterstützen, die sich an Kinder mit einem psychisch erkrankten Elternteil wenden. In Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Landesarbeitsgemeinschaft für Kinder psychisch erkrankter Eltern in Baden-Württemberg soll eine Förderung von Projekten gemeinnütziger Träger in Baden-Württemberg und Bayern erfolgen.

(Bild oben: © Nuli_k – istockphotos.com)

Einige exemplarische Berichte:

Projekt „Seiltänzer“ der Stiftung „Jugendhilfe aktiv“ in Esslingen unterstützt

Ende November 2016 konnte sich die Stiftung „Jugendhilfe aktiv“ über eine Spende in Höhe von 6.000 Euro vom Missionswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland e.V. freuen. Jürgen Knodel, der Leiter des Regionalbereichs Esslingen der Stiftung „Jugendhilfe aktiv“ nahm die Spende am Montag, den 21. November 2016, im Theodor-Rothschild-Haus von Reiner Schwämmle, dem Vorsteher der neuapostolischen Kirchengemeinde Esslingen-Wäldenbronn dankbar entgegen. Jürgen Knodel erläuterte, dass das Geld dem Projekt „Seiltänzer“ der Stiftung zu Gute kommt.

Das Projekt „Seiltänzer“ ist ein Gruppenangebot für Kinder im Alter von sieben bis 12 Jahren, bei denen mindestens ein Elternteil psychisch erkrankt ist. Die Kinder sollen im geschützten Rahmen lernen, ihre Gefühle wahr- und ernst zu nehmen und diese auch verbalisieren zu können. Zudem soll das Tabu „psychische Erkrankung" aufgeweicht und mit den Kinder ein Plan erarbeitet werden, wie sie mit der schwierigen Situation in der Familie umgehen können. Daneben sollen sie ihre kindlichen Bedürfnisse, die oft hinter der psychischen Erkrankung der Eltern anstehen müssen, ausleben dürfen. (Quelle: www.jugendhilfe-aktiv.de)

Konkret diene der Spendenbetrag dazu, so Knodel, eine finanzielle Deckungslücke für die Durchführung der Seiltänzergruppe im Jahr 2017/2018 zu schließen. Mit dem Geld sei die Durchführung nun gesichert.

Mehr zur Stiftung „Jugendhilfe aktiv“ und zum Projekt „Seiltänzer“ ist zu lesen auf der Webseite www.jugendhilfe-aktiv.de

Spende für die Psychologische Beratungsstelle Sinsheim

Eingebettet war die Übergabe einer 6.000 Euro-Spende des Missionswerks der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland an die Psychologische Beratungsstelle für Erziehungs-, Familien-, Partnerschafts- und Lebensfragen des evangelischen Kirchenbezirks Kraichgau in eine Informationsveranstaltung am Donnerstag, 20. Oktober 2016, in der neuapostolischen Kirche in Sinsheim. Albrecht Oettinger, der Leiter der Beratungsstelle, und Andrea Struzyna, die Geschäftsführerin des Bürgerkreises für psychosoziale Arbeit e.V. in Sinsheim, stellten an diesem Abend die Aufgaben und die Projekte der Beratungsstelle vor.

Mit dem Spendenbetrag soll das Angebot „Starke Familien“ unterstützt werden, das zum Projekt "Vergessene Kinder im Fokus" gehört und gemeinsam mit dem Bürgerkreis für psychosoziale Arbeit e.V. durchgeführt wird.

Das Angebot „Starke Familien“ unterstützt Familien mit psychisch belasteten und erkrankten Eltern durch sozialpädagogische Kindergruppen, begleitende Elternarbeit und Coaching für Jugendliche. In den wöchentlich stattfindenden sozialpädagogischen Gruppen, die für Kinder in unterschiedlichen Altersgruppen angeboten werden, wird gespielt, gemalt, gekocht und gebastelt mit dem Ziel, den Kindern eine unbeschwerte Freizeitgestaltung zu ermöglichen. Zeitgleich werden die Kinder altersgerecht über die Erkrankung der Eltern aufgeklärt und sie haben Kontakt mit anderen Kindern in ähnlicher Situation. Eltern haben die Möglichkeit, begleitende Gespräche wahrzunehmen, die ihnen ihre eigenen elterlichen Fähigkeiten aufzeigen und ihnen etwaige Schuldgefühle gegenüber den Kindern nehmen sollen. Zudem werden Hilfsstrategien für Krisenzeiten in der Familie gemeinsam erarbeitet. Jugendliche im Alter von 14 Jahren können ein Coaching in Anspruch nehmen, das ihnen Möglichkeiten aufzeigt, mit der Erkrankung der Eltern umzugehen.

Mehr über das Angebot „Starke Familien“ gibt es auf der Webseite der Psychologischen Beratungsstelle unter http://www.pbs-sinsheim.de/vergessene-kinder-im-fokus

6.000 Euro für das Projekt „Aufwind“

Über eine Spende von 6.000 Euro freute sich am Donnerstag, 20. Oktober 2016, die Evangelische Gesellschaft (eva) in Stuttgart-Möhringen. Gespendet wurde dieses Geld vom Missionswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland e.V. für das Projekt „Aufwind“, eine präventives Hilfsprojekt für Kinder, die mit einem psychisch erkrankten Elternteil aufwachsen. Kirsten Wolf, Projektverantwortliche und Leiterin des Gemeindepsychiatrischen Zentrums der eva in Stuttgart-Möhringen, nahm die Spende dankbar von Thomas Harsch, dem Leiter des neuapostolischen Kirchenbezirks Stuttgart-Degerloch, entgegen.

Ziele des Projekts „Aufwind“ sind, die bestehenden Hilfen der Sozialpsychiatrie und der Jugendhilfe besser zu vernetzen, betroffene Familien zu beraten, sie in geeignete Hilfen zu vermitteln und Multiplikatoren für die Probleme der Kinder zu sensibilisieren. An die Anlaufstelle Aufwind können sich Familien mit einem psychisch erkrankten Elternteil, Angehörige und Fachdienste wenden (Quelle: www.eva-stuttgart.de).

Mehr zum Projekt „Aufwind“ gibt es auf der Webseite der Evangelischen Gesellschaft unter http://www.eva-stuttgart.de/nc/unsere-angebote/angebot/aufwind/

Innere Mission München erhält Spende für „Lebensräume“

Am Freitag, 5. August 2016, erhielt die „Innere Mission München“, ein Unternehmen der Diakonie in München und Oberbayern e.V., einen Spendenscheck in Höhe von 6.000 Euro vom Missionswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland e.V. für das Projekt „Lebensräume“.

Die „Lebensräume“ sind ein Gemeinschaftsprojekt des evangelischen Jugendhilfeverbundes München und der Sozialpsychiatrischen Dienste Neuhausen-Nymphenburg. Sie sind sowohl eine Anlaufstelle für die ganze Familie, aber auch für betroffene Eltern beziehungsweise für Kinder von psychisch kranken Eltern/Elternteilen. Zum einen wird präventiv mit den Kindern gearbeitet, um eine kindgerechte Entwicklung zu ermöglichen, zum anderen werden die Eltern unterstützt, um die Folgen der Erkrankung zu reduzieren.

Mehr zu den „Lebensräumen“ steht auf der Webseite der „Inneren Mission München“