Katastrophenhilfe

In Katastrophenfällen kooperieren wir mit anderen international tätigen Hilfsorganisationen, darunter NAK-karitativ, eine gebietskirchenübergreifende Hilfsorganisation der neuapostolischen Kirchen in Deutschland. Dabei unterstützen wir finanziell Hilfsmaßnahmen der vor Ort tätigen Organisationen.

Weitere Hilfe für Dürreopfer in Ostafrika

Dank zahlreicher Spenden für die von der Hungersnot betroffenen Menschen in Ostafrika, kann sich das Missionswerk an weiteren Hilfsmaßnahmen beteiligen. So kann ein Hilfsprojekt der internationalen Hilfsorganisation „HelpAge“ mit 75.000 Euro unterstützt werden. Inhalte dieses Projekts sind Nahrungsmittelhilfe, Wasserrehabilitation und – im Sinne der „Hilfe zur Selbsthilfe“ – Weidemanagement in der Borena-Region im Süden Äthiopiens. Diese Region ist aufgrund von inzwischen zwei ausgebliebenen Regenzeiten besonders stark von der Dürre betroffen. Auf der Suche nach Wasser und Weideland wandern viele Viehzüchter in benachbarte Regionen ab; ihre Familien bleiben zurück. Schätzungen zufolge sind in der Borena-Region bereits 300.000 Tiere verendet.

Rund 15.000 Menschen kann mit diesem Projekt geholfen werden. Allen Spendern, die diese Hilfe ermöglichen, möchten wir an dieser Stelle herzlich danken!

Dürrekatastrophe: Hungersnot in Ostafrika

Eine der schlimmsten Hungersnöte seit Jahrzehnten bedroht rund elf Millionen Menschen am „Horn von Afrika“. Täglich erreichen uns neue erschütternde Bilder aus den Katastrophengebieten, die hungernde Menschen zeigen. Zwei Millionen Kinder sind dort laut Angaben der Vereinten Nationen mangelernährt, eine halbe Million vom Tod durch Verhungern bedroht.

Das Zentrum der Hungerkatastrophe liegt im Dreiländereck Kenia, Somalia und Äthiopien. Dort sind bereits zwei Regenzeiten in Folge ausgeblieben. Die anhaltende Dürre zwingt Hunderttausende zur Flucht; die Flüchtlingslager platzen aus allen Nähten. Und selbst dort finden nicht alle Menschen Hilfe. So berichten Helfer, dass einige Flüchtlinge dermaßen unterernährt und dehydriert im Flüchtlingslager ankommen, dass keine Hilfe für sie mehr möglich ist.
Insbesondere aus dem politisch instabilen Land Somalia fliehen die Menschen in Flüchtlingslager der benachbarten Länder Äthiopien und Kenia. In Dolo Ado, im Süden Äthiopiens an der Grenze zu Somalia, kommen täglich neue Flüchtlinge an. Die Lage vor Ort ist äußerst prekär. „Es fehlt an sauberem Trinkwasser, Lebensmitteln und medizinischer Versorgung“, so die Hilfsorganisation „Humedica“.

„Humedica“, eine internationale Nichtregierungsorganisation mit Hauptsitz in Kaufbeuren, ist bereits mit zwei ehrenamtlichen Helferteams vor Ort, um insbesondere medizinische Hilfe in den Flüchtlingscamps zu leisten. Ihr Einsatzgebiet ist Äthiopien. Noch im Juli 2011 wird ein Hilfsgütertransport mit Lebensmitteln, Nahrungsergänzungsmitteln, medizinischem Bedarf und weiteren Hilfsgütern ins Katastrophengebiet erfolgen.
Das Missionswerk unterstützt die Hilfsmaßnahmen von „Humedica“ im Rahmen einer Soforthilfe mit 25.000 Euro.

Missionswerk unterstützt Flüchtlinge aus der Elfenbeinküste in Liberia

Über sechs Monate blutiger Unruhen hat das westafrikanische Land Elfenbeinküste hinter sich. Infolge der Präsidentschaftswahlen im November 2010 kam es zu politischen Unruhen und Kämpfen, die eine Flüchtlingswelle auslösten. Hunderttausende verließen das Land – die meisten von ihnen flohen ins Nachbarland Liberia. Noch heute befinden sich dort rund 200.000 ivorische Flüchtlinge in Flüchtlingslagern – häufig in abgelegenen Regionen nahe der Grenze zur Elfenbeinküste (UNO-Flüchtlingshilfe). Die Lage dort ist äußerst prekär.

Hilfsorganisationen bemühen sich um die Versorgung der Flüchtlinge mit Hilfsgütern und Lebensmitteln. So auch das Liberianische Rote Kreuz, das am 11. April 2011 eine Spende des Missionswerks in Höhe von 5.000 Euro für sein Hilfsprogramm zur Unterstützung ivorischer Flüchtlinge entgegennahm. J. Sylvester Watson, Finanzdirektor des Liberianischen Roten Kreuzes, bedankte sich bei Bezirksevangelist Samuel M. Hayfron (Neuapostolische Kirche Liberia) für diese Geste des Mitgefühls und versicherte, dass die Spende zur Linderung der Not verwendet wird, die in den Flüchtlingslagern herrscht.

Zusätzlich wurden über 900 Menschen – darunter viele neuapostolische Christen – unterstützt, die in Flüchtlingslagern in Bahn und Saclepea in der Region Nimba an der liberianischen Grenze zur Elfenbeinküste leben. Seelsorger der Neuapostolischen Kirche Liberia verteilten in den Flüchtlingslagern Lebensmittel und Hygieneartikel mit einem Gesamtwert von 5.000 Euro.

40.000 Euro für die Flutopfer in Pakistan

Im August 2010 zerstörte eine der schwersten Überschwemmungen in Pakistan seit 80 Jahren weite Teile der Landesfläche - eine Fläche etwa halb so groß wie die Bundesrepublik Deutschland. Rund 20 Millionen Menschen mussten vor der Flut fliehen und haben überlebenswichtige Güter und ihr "Dach über dem Kopf" verloren.

Dank zahlreicher Spenden für die Opfer dieser Katastrophe konnte das Missionswerk 40.000 Euro für die Hilfsmaßnahmen vor Ort bereitstellen. Die Maßnahmen werden durch die in Pakistan tätige Gebietskirche Kanada koordiniert und kommen insbesondere neuapostolischen Christen zugute, da diese "auf Grund ihrer religiösen Zugehörigkeit von Lebensmittelausgaben und medizinischen Versorgungsstellen abgewiesen wurden" – so eine Information des in Pakistan tätigen Apostels Roshan. Über 500 neuapostolische Familien seien betroffen, die durch die Flut alles verloren hätten. "Die großzügige finanzielle Unterstützung hat unseren armen Geschwistern geholfen, die schwer von der Flut und den Regenfällen betroffen sind. Im Namen der Neuapostolischen Kirche Pakistan bin ich euch sehr dankbar für die Hilfe in der Stunde der Not." - so der Apostel. Bisher konnten 644 Familien unterstützt werden.

Ebenso werden die Spenden für Wiederaufbaumaßnahmen verwendet, insbesondere für die Reparatur und den Wiederaufbau von 73 Kirchengebäuden, die durch die Flut zerstört oder weggespült wurden.